
BarCamp Graz
Der Besuch des
BarCamp Graz - kompetent veranstaltet von
Ulrich Andres,
Jochen Hencke,
Jürgen Genser und
Tobias Schneider - war mehr als lohnenswert. wissenscamp, politcamp,icamp und designcamp gaben starke Gedankenimpulse.
Im Politcamp wurden Veränderungen durch das Internet in Bezug auf Politik angesprochen, bzw. wie Politik mit Internet besser umgehen könne. Das Thema ”Das Ende der Privatheit?” war mir persönlich in der kurzen Zeit etwas zu Facebook lastig. Das “teils öffentlich sein von Facebookprofilen” und Facebooks konstante Datenschutz Änderungen sind zwar interessant zu beobachten, auch stets zur Diskussion zu bringen, ich halte das Thema an sich aber für tiefgründiger. Obwohl Privatheit als Thema gerade in Bezug auf Facebook in letzter Zeit oft in den Medien ist, würde ich es aber nicht auf diese Plattform reduzieren. Da halte ich persönlich aktuell heißere Themen wie Googles Streetview- das Sammeln von Daten – wie Fotos von öffentlichen, aber auch privaten Ansichten von Außenräumen (was legal ist), aber auch von öffentlichen und privaten WLAN-Netzwerken (was ich, ob der Möglichkeiten dahinter, hinterfrage würde)- in der Diskussion, wie auch eine Grundsatzdiskussion “Was ist Privatheit?” bzw. - ” aus Sicht von wen ist was eigentlich privat?”- auch bei Medien allgemein - vermisst. Privatheit ist ja ein komplexer Begriff- im Offline- im echten Leben - wird es immer Privatheit geben- man nehme nur spontan gedacht das Thema Privatbesitz und “Privatbesitz und Störungsklagen” oder “private Räume” her. So meine ich Privatheit wird es immner geben und sie ist immer wichtig und nie zu Ende. Im echten Leben, wie auch im Internet. Auch im Internet ist vieles privat- und so soll es auch sein. Der Bezug Privatheit- Öffentlichkeit wird immer interessant sein - nicht nur in Bezug auf das Internet und dort speziell Web 2.0
Gerade beim Politcamp häte ich mehr Politiker erwartet – ich habe nur ein paar erkannt – manche waren bei einigen interessanten Politik nahen Themen eher passiv anwesend. Ich meine, da fehlt oft das Fachwissen- was eher neutral gemeint ist; Technologien entwickeln sich schnell, Internettechnologien am schnellsten- da braucht man oft Expertisen und muss am Puls der Zeit bleiben. Gerade aber beim Thema “Open Data”- das Öffnen von öffentlichen Daten für alle, vor allem über das Internet- und ”Was kommt nach dem Ende der Privatheit?”, hätte ich mir mehr Gedanken und Meinungen von Politikern erwartet.
Wissenscamp war mir persönlich teils zu wissenschaftlich theoretisch belastet- ich finde Wissenschaft wichtig- aber sie sollte immer in Bezug zur Anwendbarkeit gesetzt werden- Wissen schaffen für die Lehre- zum weitergeben an andere – oder Wissen schaffen für die Forschung und wirtschaftlich sinnvolle Anwendbarkeit.
Bei der iPhone Programmierung im icamp hat sich wieder aufgezeigt, dass sehr viel technisches Know-how in Graz mit kompetenten Programmierern an und im Umfeld vor allem der TU Graz vorhanden ist.
Insgesamt freue ich mich auf den nächsten Barcamp bzw. örtlich naheliegend – den nächsten BarCamp Graz und weiteren gemeinschaftlichen Gedankenimpulsen.
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Link zu Fotos von websciencegraz zum BarCamp Graz-Event