Ich bin ein Fan einiger Gedanken von Umair Haque, die er in seinem Blog (Umair Haque in der Harvard Business Review) - bzw. Schnipsel von Gedanken - auf Twitter - von sich gibt. Schon länger folge ich seinen Artikeln in der Harvard Business Review. Bei ihm kann ich gut mein “Lieblingslesen” anwenden- Fremdsprachige Artikel mit Know-how-Inhalt und gute querdenkende Inputs, die so den Horizont erweitern- den Multiuse Effekt: eine Sache machen, mehrfach davon profitieren.
In diesem Artikel meint er, warum eine (nachhaltige und ehrliche) Verbesserung von Bereichen, statt nur Geschäft zu machen, anzustreben sei, warum man das Gute und “Gutes zu tun” maximieren sollte, statt nur den Quartalsgewinn anzustreben und warum aus seiner Sicht Ehrfurcht besser als Innovation ist.
Kurzer Auszug, um was es im Artikel geht:
“Das Streben nach Profitabilität, das mehr Gutes gleich etwas (monetär) Größerem gleichsetzt, wird mit Aktien-, Asset-Renditen und den Shareholder Werten, assoziiert. Das (allein) ist die gestrige Metrik des (Geschäfts-)Erfolgs. Heute hat sich viel geändert: Erfolg hat sich verändert. Zunehmend werden die Anleger mit ethischen, sozialen Investment-Kriterien wie Corporate-Governance-Ratings konfrontiert. Da die Erwartungen der Menschen, Gemeinschaften, der Gesellschaft und Investoren sich verändert, hat sich die Definition der Outperformance verändert.
”Jedes Jahr ermittelt das Ethisphere Institute die Unternehmen mit der aus ihrer Sicht besten Ethik und testet dann ihre Leistung. Im Jahr 2008 steigerte sich das “Wachstum” der ethischen Führung der S & P 500 um 40%. Im Jahr 2009, wieder. Im Jahr 2010, um 35% . ”
Weiters denkt Haque über die Faktoren der Änderungen im Denken nach- so sieht er zum Beispiel sich ändernde Publikation hinter der Veränderung: ”So werden in Magazinen die transparentesten und am wenigsten transparenten Unternehmen gelistet.”
Auch ich meine heutzutage hat man ein starkes Potential, Sachen kritisch zu reflektieren, da die Menschen gut mit einander verbunden sind und Medien des Dialoges und Austausches leicht und günstig von fast überall zugänglich sind- der alte Weg des linearen Publizierens ist vergangen. Es gibt nicht mehr einen Produzenten von Information, sondern es kann jede(r) Produzent sein. Jede(r) kann aber auch leichter Empfänger sein,Informationen leichter bekommen, sich informieren, Informationen reflektieren und Bezug nehmen. Das ändert, so meine ich, die Denkweise in Bezug auf ein nachhaltigeres, besseres tun.
- zum ganzen Artikel- er richtet sich stark an Finanzinteressierte, die an positiver Ethik interessiert sind.
Link zum Blogartikel von Umair Haque-Why betterness is good business